Babyflasche sterilisieren: Das gilt es zu beachten

Das Immunsystem eines Neugeborenen hat alle Hände voll zu tun. Während sich das Baby noch im Mutterleib befand, war es keinen Keimen, Bakterien und Viren ausgesetzt. Jetzt, da es auf die Welt gekommen ist, sieht dies ganz anders aus. Eltern sind deshalb gut beraten, den Kontakt mit potentiellen Erregern zu minimieren. Mit an oberster Stelle steht dabei die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme durch Flaschen.

In diesem Ratgeber gehen wir darauf ein, wie sich Babyflaschen sterileren lassen und worauf es dabei zu achten gilt.

Babyflasche sterilisieren
Alles was du über Babyflaschen sterilisieren wissen solltest | © PixieMe
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Wieso eine Babyflasche sterilisieren?

Ziel ist es also, die Flasche „steril“ zu bekommen. Umgangssprachlich als „Entkeimung“ bezeichnet. Also einem Zustand frei von lebenden Mikroorganismen. Je nach angewendetem Verfahren, ist die Babyflasche anschließend nahezu 100% frei von potentiell schädlichen Kleinstlebewesen. Dabei werden diese nicht nur abgetötet, sondern vollständig entfernt. Im Idealfall enthält die Babyflasche danach keine vermehrungsfähigen Mikroorganismen mehr.


3 Möglichkeiten, eine Babyflasche zu sterilisieren

Doch genug der wissenschaftlichen Worte. In der Praxis kannst du eine von drei Möglichkeiten nutzen, um eine Babyflasche zu sterilisieren. Du musst entscheiden, was für dich im Alltag am besten anzuwenden ist.

1. Die Babyflaschen auskochen

Diese Option empfehlen wir nur bei Glasflaschen. Modelle aus Kunststoff könnten bei Kontakt mit kochendem Wasser Schaden nehmen. Bspw. verzieht sich das Material.

So lassen sich Babyflaschen auskochen:

  1. Fülle deinen Wasserkocher und stelle ihn an.
  2. Schraube Deckel samt Sauger ab. Zerlege die Flasche in ihre Einzelteile.
  3. Stelle den Behälter in dein Spülbecken und übergieße ihn mit kochendem Wasser.
  4. Den Sauger solltest du nur vorsichtig mehrmals eintauchen. Dasselbe gilt für Verschlussring und Deckel.
  5. Anschließend alle Bestandteile auf einem sauberen Küchentuch platzieren. Mit den Öffnungen nach unten, damit die Feuchtigkeit ablaufen kann.

Selbstverständlich sollte dein Spülbecken oder Schüssel vorher ebenso sauber gewesen sein.

2. Babyflasche in der Spülmaschine auskochen

Bei ein oder zwei Flaschen ist die Handwäsche noch unproblematisch. Trotzdem ist bei vielen Eltern die Zeit sehr knapp bemessen. Dann darf die Babyflasche auch in die Spülmaschine gegeben werden. Bei höchster Temperatur und es genügt das Kurzprogramm. Der heiße Wasserdampf sterilisiert die Babyflaschen. Sie müssen jedoch dafür geeignet sein, um weiterhin dicht abzuschließen.

Flaschen und Deckel nach unten drehen, damit keine umherfliegenden Speisereste darin landen. Solltest du doch etwas finden, noch einmal ordentlich ausspülen. Auf diese Weise hast du die Babyflaschen gereinigt, ganz gleich wie viele es sind.

Wichtig: Ein Blick in die Anleitung verrät, wie heiß das Wasser in der Spülmaschine wird. Nicht jedes Programm erzielt die gewünschten 100 Grad. Erst an diesem Punkt entsteht der notwendige Wasserdampf in vollem Umfang.

3. Vaporisator

Erneut das Prinzip des Wasserdampfs. Jedoch in verkleinerter Form, um nicht wegen ein paar Flaschen sogleich die Spülmaschine bemühen zu müssen. In einem Vaporisator können meist bis zu einem halben Dutzend Babyflaschen sterilisiert werden. Der Vorgang benötigt 10-15 Minuten. Anschließend wird der Deckel gelüftet, sodass der restliche Wasserdampf entweichen kann.

Vor Inbetriebnahme wird eine abgemessene Menge Wasser in den Boden gegeben. Der Vaporisator verdampft diesen und erzeugt somit die gewünschte Wirkung. Auf einer zweiten Ebene ist es häufig möglich, die weiteren Bestandteile (Deckel, Sauger etc.) gleich mit reinigen zu lassen.

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Die Babyflasche: Wie oft sterilisieren?

Die Sterilisation verfolgt den Zweck, schädliche Mikroorganismen vom Stoffwechsel des Babys fernzuhalten. Folglich kannst du es damit nicht übertreiben. Realistisch betrachtet, kann eine Babyflasche am Tag ausreichend. Sie wird nach jeder Nutzung einmal kräftig mit Wasser ausgespült. Am Abend oder Morgen würden wir dann das Auskochen bzw. Sterilisieren in den Ablauf mit einbeziehen. Mehr wie einmal am Tag ist dies nicht notwendig.

Wer dies öfter möchte, kann es trotzdem tun. In der kalten Jahreszeit, welche ein erhöhtes Infektionsirisko birgt, ist dies für fürsorgliche Eltern nachvollziehbar. Ebenso dann, wenn der Nachwuchs bereits krank ist und sein kleiner Organismus nicht noch zusätzlich belastet werden soll.

Womit die Babyflasche reinigen?

Es kommt vor, dass sich in der Babyflasche hartnäckiger Schmutz festgesetzt hat. Reste vom Brei zum Beispiel. Das genügt das bloße Auskochen bzw. Sterilisieren nicht. Eine passende Flaschenbürste löst zunächst die Rückstände. Danach wird ausgekocht und ggf. diese Kombination ein zweites Mal durchgeführt. Bis keine sichtbaren Überreste mehr erkennbar sind.

Sofern Glasflaschen genutzt werden, ist keinerlei Spülmittel notwendig. Ein gründliches Auskochen entfernt alles was nicht in der Flasche verweilen darf. Anschließend immer gründlich ausspülen und zum Trocken die Babyflaschen nach unten drehen.

Warum genügt ein Desinfizieren nicht aus?

Das perfekte Desinfektionsmittel gibt es nicht. Gängige Produkte sind für eine Vielzahl von Viren und Bakterien ausgelegt, beseitigen aber nicht alle. Selbst wenn, so verbleiben die abgetöteten Organismen noch auf der Oberfläche. Ein Auskochen spült diese gleich mit heraus.

Zusammenfassung Flaschenwärmer

Unser Fazit: Sterilisieren ist wichtig

Nun mag jemand argumentieren, dass wir auch ohne Auskochen der Babyflaschen überlebt haben. Das Sterilisieren trägt jedoch dazu bei, die Gefahr von Infektionen zu verringern. Dieser positive Effekt lässt sich mit verhältnismäßig geringem Aufwand erzielen. Theoretisch genügt das sorgfältige Auswaschen mit kochendem Wasser. Wer es etwas bequemer mag, verwendet dafür seine Spülmaschine oder einen Vaporisator.