Wann Babyflaschen austauschen?

Die Babyflasche ist das wichtigste Utensil des Neugeborenen. Sie sollte daher mit Bedacht ausgewählt werden. Ebenso gilt ihrer Reinigung höchste Aufmerksamkeit zu schenken. Doch selbst bei absoluter Sorgfalt, ist irgendwann eine neue Flasche notwendig. Wir schreiben heute über die Gründe, wann eine Babyflasche ausgetauscht werden sollte.


Unangenehme Gerüche & Geschmacksveränderung

Beginnen möchten wir mit den gesundheitlichen Risiken. Denn solltest du feststellen, dass die Babyflasche nach dem Waschen immer noch unangenehm riecht, ist der Austausch sinnvoll. Dann scheinen sich resistente Bakterien und/oder Keime gebildet zu haben. Ebenso kommt es vor, dass der Gestank vom Material selbst ausgeht. Dies wirst du in erster Linie bei Kunststoffflaschen feststellen. Diese kann noch so hochwertig sein – Plastik ist dafür einfach von Natur aus anfällig.

Wenn du Wasser oder Tee in die Babyflasche füllst, probiere stets einen kleinen Schluck. Auf diese Weise kannst du feststellen, wann sich der Geschmack des Trinkens verändert. Möglich wird dies durch nicht mehr entfernbare Rückstände und Materialschwächen. Auch dann solltest du sofort Ersatz parat haben.

Unser Tipp: Es ist ein guter Ansatz, immer mindestens eine neue Babyflasche im Schrank liegen zu haben. Auf diese Weise kommst du nie in Bedrängnis und kannst sofort reagieren, wenn etwas nicht stimmt.

Weichmacher, BPA & BPS verlangen den sofortigen Austausch

Noch ist die Studienlage zu Weichmachern im Trinkwasser recht dünn besiedelt. Was wir bereits wissen ist, dass diese aus der Flasche in die Flüssigkeit übergehen können. Weichmacher verhalten sich in unserem Stoffwechsel hormonähnlich. Was dies im schlimmsten Fall für dein Baby bedeuten kann, gilt es noch durch mehr Untersuchungen zu klären. Unbedenklich scheinen sie jedoch nicht zu sein.

Wenn du also feststellen solltest, dass deine Babyflaschen BPA und/oder BPS enthalten, tausche sie sofort aus. Doch wie gelingt dir das? Natürlich wird kein Hersteller explizit erwähnen oder auf die Flasche drucken, dass er diese chemischen Stoffe bei der Produktion verwendet. Hier heißt es umgekehrt zu denken. Nur alle Flaschen die als BPA-frei, BPS-frei und frei von Weichmachern deklariert sind, kommen für deinen Schützling in Frage.

Übrigens: Diese gesundheitlichen Risiken hast du nur mit günstigen Kunststoffflaschen. Verwendest du hingegen Edelstahl, Glas oder Aluminium, musst du dir keine Sorgen machen.


Verschiedene Materialien – Unterschiedliche Probleme

Doch nicht nur Flaschen aus Plastik müssen irgendwann mal ausgetauscht werden. Auch andere Materialien verlangen danach, falls folgende Probleme mit ihnen auftreten.

Glas: Die größte Gefahr bei Glasflaschen geht vom Bruch des Materials aus. Was heutzutage dank modernster Produktionsverfahren nur noch selten vorkommt, aber durchaus möglich ist. Sobald du einen kleinen Riss im Glas entdeckst, gilt es die Babyflasche umgehend auszutauschen. Denn in seiner Hand oder beim nächsten Gang in der Spülmaschine, kann sich dieser Riss vergrößern. Oder das Glas zerspringt direkt. Weiterlesen: Glas-Trinkflaschen für Kinder

Solange jedoch nur die Optik beeinträchtigt ist, brauchst du die Babyflasche noch nicht wechseln. Wenn täglich Milch und Tee abgefüllt werden, ist dies ganz normal.

Edelstahl: Die wenigsten Probleme wirst du mit Babyflaschen aus Edelstahl haben. Es klingt ungewöhnlich, ist aber eine sichere sowie sehr saubere Sache. Edelstahl zählt wie Glas zu den nachhaltigen Möglichkeiten, deinem Kind stets schmackhaftes Trinken anbieten zu können. Bedenklich wäre nur, wenn die Flasche im Inneren beginnt Rost anzusetzen. Bei günstigen Modellen kann sich zudem die äußere Beschichtung ablösen. Auch dann solltest du die Flasche tauschen. Aber das sind absolute Einzelfälle und bei Qualitätsprodukten kommt dies so gut wie nie vor. Weiterlesen: Edelstahlflaschen für Kinder

Aluminium: Deutlich leichter als Edelstahl und garantiert rostfrei. Babyflaschen aus Aluminium fangen sich schneller eine Beule ein. Solange sie aber auslaufsicher bleiben, ist lediglich das gute Aussehen dahin.

Sauger / Deckel / Verschluss hält nicht mehr dicht

Bis zu einem gewissen Alter verwenden Babys ausschließlich Sauger für Milch, Wasser und Tee. Ganz gleich ob aus Silikon, Kautschuk oder Latex: Irgendwann ist eine gründliche Reinigung nicht mehr möglich. Ein Austausch ist nicht mehr zwingend bei einer Verfärbung des Saugers notwendig. Überprüfe in erster Linie den Geruch und entscheide danach. Natürlich sollten sich Rückstände noch stets einwandfrei entfernen lassen.

Abgesehen vom Material des Flaschenkörpers, kann ein Austausch auch notwendig werden, wenn der Verschluss nicht mehr dicht hält. Denn sobald dein Baby ein Jahr alt wird, kannst du es langsam an andere Trinkgefäße gewöhnen. Viele Eltern warten sogar noch bis zum zweiten Lebensjahr. Hier entwickelt jedes Kind seine Feinmotorik in seinem persönlichen Tempo. Also einfach ausprobieren.

Hier gilt es zunächst zu prüfen, ob der Deckel einen Silikonring besitzt. Dieser wird mit der Zeit spröde und kann ausgetauscht werden. Sollte der Hersteller selbst keinen Ersatz bieten, kannst du nach Drittanbietern suchen. Ermittle dazu den Durchmesser des Dichtungsrings.

Kommt der Deckel dagegen ohne zusätzliche Dichtung aus, überprüfe das Gewinde. Vielleicht ist es mal mit einem scharfkantigen Gegenstand in Berührung gekommen. Eine zu große Kerbe im Gewinde und das Trinken findet seinen Weg nach draußen.

Der Verschluss selbst kann ebenso Schaden genommen haben. Drehe die Flasche im geschlossenen Zustand auf den Kopf. Tropft es kontinuierlich aus ihr heraus, stimmt etwas nicht. Ob es dafür Ersatz gibt, hängt von der jeweiligen Flasche ab. Hier empfiehlt es sich bereits vorab zu recherchieren, welche Marken darauf vorbereitet sind.